Allergologie und Immunologie

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Definition

Allergologie und Immunologie umfassen zwei sich ergänzende Bereiche. Wie der Name bereits andeutet, bezieht sich Allergologie auf die Prävention, Diagnose und Behandlung aller Formen von Allergien und verwandten Erkrankungen. Eine Allergie ist eine krankhafte Immunreaktion, die durch eine Überempfindlichkeit gegen bestimmte Substanzen ausgelöst wird. Das Fachgebiet des auf diesen Bereich spezialisierten Arztes umfasst aus naheliegenden Gründen auch die Immunologie.

Der Kreis der immunologischen Erkrankungen betrifft eine grosse Anzahl von Erkrankungen, bei denen das Immunsystem, das normalerweise darauf programmiert ist, den Körper gegen äussere Krankheitserreger (die Infektionskrankheiten auslösen) zu schützen, den eigenen Organismus angreift und eine fortschreitende Schädigung von Geweben und Organen verursacht.

Die klinische Immunologie konzentriert sich auf die Folgen, die sich aus dieser Störung des Immunsystems ergeben. Dazu gehören allergische Erkrankungen, Immunschwächen (geschwächte Immunabwehr durch fehlende Antikörper), Autoimmunerkrankungen (rheumatoide Arthritis, multiple Sklerose) sowie inflammatorische und autoinflammatorische Erkrankungen.

Was ist eine Allergie?

Eine Allergie deutet auf einen Zustand hin, bei dem immunologische Mechanismen im Körper aktiviert werden, die eine überschiessende Immunreaktion auf eine externe Substanz auslösen. Solche Substanzen, die als „Allergene“ bezeichnet werden, sind für die meisten Menschen harmlos, werden aber vom Körper des Allergikers als gefährlich angesehen, so dass er mit der Produktion spezifischer Antikörper (IgE) reagiert. Zu den häufigsten Allergenen gehören beispielsweise Pollen und die Haare bestimmter Tiere.

Was sind die Ursachen und Symptome einer Allergie?

Als Auslöser allergischer Reaktionen gelten unter anderem:

  • Allergene in der Luft, wie Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben und Schimmelpilze;
  • bestimmte Lebensmittel, wie Eier, Milch, Fisch, Schalentiere, Nüsse, Erdnüsse, Weizen, Sojabohnen;
  • Insektenstiche, beispielsweise von Bienen oder Wespen;
  • Medikamente;
  • Substanzen, die Hautreizungen verursachen, wie Nickel und Latex.

Allergiesymptome sind die Anzeichen der allergischen Reaktion, die durch die Freisetzung chemischer Botenstoffe (z. B. Histamin) als Reaktion auf das Aufeinandertreffen von Allergenen und Antikörpern hervorgerufen wird.

Die am häufigsten von Symptomen allergischer Erkrankungen betroffenen Körperteile sind:

  • die Nase, die wie bei einer Erkältung durch ein Anschwellen der Nasenschleimhäute, Niesen und Laufen der Nase (allergische Rhinitis) verstopfen kann;
  • die unteren Atemwege mit Atembeschwerden bis hin zur Luftnot (Reizung, Verengung der Bronchien, Asthmaanfälle);
  • die Augen, die gegebenenfalls rot werden, jucken und tränen (allergische Konjunktivitis);
  • die Haut mit unterschiedlichen Erscheinungsformen, die von Rötungen bis hin zu offenen Wunden reichen (allergische Dermatitis, wie Ekzeme oder Nesselsucht und Kontaktdermatitis).

Neben den oben genannten Körperteilen können weitere Symptome am Mund (z. B. Anschwellen der Lippen oder der Zunge), im Gesicht und Rachen auftreten. Die Schwere der allergischen Reaktionen kann von Person zu Person stark variieren, von einer leichten Reizung bis hin zu einem anaphylaktischen Schock, einer schweren und potenziell tödlichen allergischen Reaktion.

So ist beispielsweise die Nickelallergie eine der Hauptursachen für Kontaktdermatitis. Diese Allergie wird oft durch das Tragen von Ohrringen, Uhren oder den Kontakt mit anderen Gegenständen aus Metall ausgelöst. Da es sich um ein in der Umwelt weit verbreitetes Metall handelt, kann es aber auch bei Kontakt mit Alltagsgegenständen (Schlüssel, Münzen, Türgriffe) zu einer Nickelallergie kommen. 

Unter den Lebensmittelallergien ist vor allem bei Kindern die Eiallergie sehr verbreitet. Die häufigsten Symptome sind: Nesselsucht, allergische Rhinitis, Verdauungsprobleme (z. B. Krämpfe, Übelkeit und Erbrechen), Husten und Kurzatmigkeit.

Diagnose und Behandlung allergischer Patienten

Um herauszufinden, ob der Patient allergisch ist, und um eine Diagnose zu stellen, kann der Facharzt für Allergie und Immunologie Blut- und/oder Hauttests durchführen.

Einige der häufigsten Tests, die durchgeführt werden, um die Empfindlichkeit gegenüber einem Allergen zu bestätigen, sind unter anderem:

  • Der Pricktest: Wird häufig zum Nachweis von Lebensmittel- und Atemwegsallergien verwendet. Mit einer Nadel ritzt der Arzt das Allergen in die Haut ein. Nach 15 bis 30 Minuten ist die Hautreaktion zu beobachten: Die Untersuchung gilt als positiv, wenn ein roter, juckender Pickel auftritt. Wenn eine Lebensmittelallergie vermutet wird, der Pricktest aber negativ ist, kann ein sehr ähnlicher Test verwendet werden: der Prick by Prick-Test. Bei diesem Test werden frische Lebensmittel anstatt verdünnter Allergenextrakte verwendet.
  • Der Pflastertest: Wird zur Identifizierung von Hautallergien, wie z.B. Nickelallergien, verwendet. Die Untersuchung besteht darin, Pflaster mit allergenen Extrakten auf die Haut aufzutragen und die Reaktion der Haut auf das Allergen zu beurteilen.
  • Der Radioallergoabsorptionstest (RAST): Bluttest, der darin besteht, nach spezifischen Antikörpern (IgE, d. h. Immunglobulinen E) zu suchen, deren Vorhandensein eine Überempfindlichkeit gegen ein Allergen anzeigt.

Es gibt keine Heilbehandlung im eigentlichen Sinn bei Allergien. Die erste Schutzmassnahme ist zweifellos die Prävention. In der Tat ist der effektivste und sicherste Weg, um eine allergische Reaktion zu vermeiden, nicht mit Allergenen in Kontakt zu kommen. Dies ist jedoch oft nicht möglich, insbesondere bei Allergenen in der Luft, wie Pollen und Hausstaubmilben.

Allergische Erkrankungen können durch die Verabreichung von Medikamenten zur Linderung der Symptome behandelt werden. Dabei handelt es sich um Medikamente, die oral, in Form von Nasenspray oder Augentropfen verabreicht werden. Am bekanntesten sind Kortikosteroide, Antihistaminika und Abschwellmittel. Es ist möglich, den Patienten nicht nur gegen die Symptome, sondern auch im Hinblick auf die Ursachen der Allergie zu behandeln. Dabei spielt die Immuntherapie eine grundlegende Rolle. Die Immuntherapie besteht darin, steigende Dosen des Allergens zu verabreichen, um die Toleranz des Patienten gegenüber dem betreffenden Allergen zu erhöhen, bis eine vollständige Desensibilisierung erreicht ist.

 

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