Knochendichtemessung (Osteodensitometrie)
Die Knochendichtemessung – in der Fachmedizin auch Densitometrie oder Osteodensitometrie (DEXA) genannt – ist ein modernes, schmerzfreies radiologisches Verfahren. Mit einer extrem niedrig dosierten Röntgenstrahlung messen wir den Mineralsalzgehalt Ihrer Knochen.
Das Prinzip dahinter ist einfach: Je dichter und stabiler die Knochenmasse an der untersuchten Stelle ist, desto mehr schwächt sie die Röntgenstrahlen ab. Dieses exakte Messergebnis gibt Aufschluss über Ihre Knochengesundheit.
Warum ist die Untersuchung so wichtig?
Mit der Knochendichtemessung können wir einen schleichenden Kalziumverlust im Skelett frühzeitig erkennen – lange bevor es zu schmerzhaften Knochenbrüchen kommt. Die Untersuchung dient der Diagnose von zwei Hauptstadien:
- Osteopenie: Das Frühstadium, bei dem die Knochendichte bereits gemindert, aber noch nicht kritisch ist.
- Osteoporose: Das fortgeschrittene Stadium (Knochenschwund), bei dem das Risiko für Knochenbrüche deutlich erhöht ist.
Ablauf und untersuchte Körperregionen
Die Untersuchung ist für Sie absolut unkompliziert, erfordert keine spezielle Vorbereitung und dauert nur wenige Minuten. In der Regel messen wir die Knochendichte an den Stellen, die im Alltag den grössten Belastungen ausgesetzt sind:
- Lendenwirbelsäule
- Hüften und Oberschenkelhälse (proximale Femuren)
- In bestimmten Fällen: die Unterarme (Radius) oder eine Ganzkörpermessung.
Ganzheitliche Analyse: Menge & Struktur der Knochen
Ein moderner Knochendichtescan bietet heute weit mehr als nur eine reine Mengenmessung. Für eine verlässliche Diagnose kombinieren wir zwei entscheidende Faktoren:
- Wirbelsäulenmorphometrie: Formanalyse. Parallel zur Messung erstellen wir mit demselben Gerät eine seitliche Ansicht Ihrer Wirbelsäule. So suchen wir gezielt nach unbemerkten Verformungen oder einem beginnenden Einsinken der Wirbelkörper.
- Analyse der Mikroarchitektur: Qualitätscheck. Nicht nur die Menge an Kalzium zählt (quantitativer Aspekt), sondern auch dessen Verteilung (qualitativer Aspekt). Eine hochentwickelte Software berechnet direkt aus den Bilddaten den sogenannten Trabekulometriewert (Trabecular Bone Score / TBS) der Wirbel – völlig ohne zusätzliche Strahlenbelastung für Sie.
Ihr persönliches 10-Jahres-Risiko: Prognose & Therapie.
Aus all diesen Parametern und einem gezielten medizinischen Fragebogen ermitteln wir Ihr exaktes Risiko für eine grössere osteoporotische Fraktur oder einen Hüftbruch in den kommenden 10 Jahren. Das ist die entscheidende Basis, um festzulegen, ob und welche Behandlung für Sie am besten geeignet ist.
FAQ | Häufige Fragen
Ist die Untersuchung schmerzhaft?
Nein. Sie liegen während der Messung entspannt auf einer gepolsterten Liege. Das Gerät bewegt sich berührungslos über Sie hinweg.
Wie hoch ist die Strahlenbelastung?
Die Strahlenbelastung ist extrem gering. Sie ist vergleichbar mit der natürlichen Hintergrundstrahlung, der Sie während eines kurzen Linienfluges ausgesetzt sind.