Sprunggelenksarthrose

Die Sprunggelenksarthrose ist eine krankhafte degenerative Veränderung des Sprunggelenks – auch Verschleisserkrankung genannt. Sie kommt seltener vor als Arthrose im Knie oder in der Hüfte, kann aber in Folge von Verletzungen, z. B. Knöchelbrüchen, entstehen.

Bei der Sprunggelenksarthrose sind auch immer mehr jüngere Erwachsene betroffen.

Ob die Behandlung der Sprunggelenksarthrose konservativ durchgeführt werden kann oder eine Operation notwendig ist, kann nur nach einer umfassenden Untersuchung einer Spezialistin oder eines Spezialisten entschieden werden.

Symptome

Da es im Verlauf der Krankheit zu einem Gelenkverschleiss kommt, treten immer grössere Schmerzen im Sprunggelenk auf. Auch kommt es zu Bewegungsbeeinträchtigungen und der Verminderung der Belastbarkeit.

Folgende Symptome sind bekannt:

  • Störung der Bewegung
  • Auftreten von Reibgeräuschen
  • Schmerzen beim Anlaufen
  • Belastungsschmerz beim Gehen
  • Ruheschmerzen nach dem Aufstehen
  • Schnelle Ermüdung des Gelenks bei Belastung
  • Zunehmende Steifheit des Sprunggelenks
  • Auftretende Schwellungen und Entzündungen

Ursachen

Bis heute sind noch nicht alle Ursachen erforscht, die zur Arthrose im Sprunggelenk führen.

In der Regel entsteht die Sprunggelenksarthrose durch die Abnutzung des Gelenkknorpels oder infolge von Gelenksverletzungen.

Im Gegensatz zu anderen Arthrosen kann der Grund für die Sprunggelenksarthrose auch auf andere Erkrankungen zurückgeführt werden:

  • Verstauchter Knöchel im Bereich des Sprunggelenkes
  • Bänderzerrung
  • Bänderriss
  • Knochenbrüche in der Nähe des Sprunggelenkes
  • Gicht
  • Rheuma
  • Familiäre Veranlagung
  • Überbelastung durch Übergewicht oder intensivem Sport

Behandlungen

Die Behandlung der Sprunggelenksarthrose hat das Ziel, die Gelenkbeweglichkeit zu verbessern und die Schmerzen zu lindern.

Bei der Sprunggelenksarthrose werden konservative, aber auch chirurgische Methoden eingesetzt.

Konservative Therapien

  • Intraartikuläre Behandlung (innerhalb der Gelenkkapsel)
  • Physiotherapie
  • Orthopädische Methoden

Operative Behandlungen

Reichen die konservativen Therapiemassnahmen nicht aus, um die Beschwerden ausreichend zu lindern, können chirurgische Eingriffe erforderlich sein.

Grundsätzlich unterscheidet man:

  • Gelenkerhaltende Eingriffe: z. B. Entfernung von Osteophyten, also Knochenauswachsungen, die die Gelenkfunktion stören können und Korrektur von Fehlstellungen
  • Gelenkversteifende Eingriffe: Versteifung des Sprunggelenks bei fortgeschrittener Arthrose zur Wiederherstellung der schmerzfreien Belastbarkeit oder künstliches Sprunggelenk bei fortgeschrittener Arthrose

Nachbehandlung

Die Nachbehandlung ist abhängig von der angewandten Behandlungsmethode.

Versteifung

Da das ursprünglich bewegliche Gelenk stabil verwachsen muss, ist eine Ruhigstellung wichtig. Diese kann ergänzend zu den verwendeten Schrauben mit einem Gips oder einer Schienenbehandlung erfolgen.

Bei einem normalen Heilungsprozess kann man das Gelenk nach etwa sechs bis acht Wochen wieder voll belasten. Bis zu diesem Zeitpunkt erfolgt die Verwendung von Gehstöcken. Die vollständige Heilung ist nach drei Monaten zu erkennen.

Künstliches Sprunggelenk

Für Patientinnen und Patienten mit einem künstlichen Sprunggelenk ist eine intensivere Betreuung notwendig.

Ist eine normale Wundheilung vorhanden, beginnt man nach ca. einer Woche mit der Physiotherapie. Zwei- bis dreimal pro Woche wird das Gelenk unter Anleitung mobilisiert. Weiter sind Übungen daheim notwendig, um die Funktion wiederherstellen zu können.

Im Vergleich zur Versteifung kann man das Kunstgelenk früher belasten. Es empfiehlt sich allerdings, die ersten sechs Wochen Gehstöcke zu benutzen. In Einzelfällen kann die Rehabilitation bis zu einem Jahr andauern. Im Normalfall kann man eine Heilung nach vier bis sechs Monaten erreichen.

FAQ

Kann ich nach einer Sprunggelenksoperation wieder Sport machen?

Welche Art von Sport oder Bewegung nach der Operation möglich ist, hängt von der Art der Behandlung ab. Wurde des Sprunggelenk versteift, sind verschiedene Sportarten möglich. Bei einem künstlichen Sprunggelenk wird von Sportarten abgeraten, bei denen der Fuss einfach verdreht werden kann. Ausserdem führt eine zu starke Belastung zu einer schnelleren Abnutzung der Prothese. Sportarten wie Velofahren, Schwimmen oder Wandern sind jedoch möglich.

Wie kann man der Sprunggelenkssarthrose vorbeugen?

Regelmässige, gelenkschonende Bewegung kann einer Sprunggelenksarthrose vorbeugen. Dazu gehören Sportarten wie Velofahren oder Schwimmen. Achten Sie auch auf eine gesunde Lebensweise und ein gesundes Normalgewicht.

Kann man Arthrose durch Blutabnahme feststellen?

Für Arthrose gibt es keine typischen Marker bei einer Blutuntersuchung. Die Sprunggelenksarthrose kann nur durch einen Fussspezialisten festgestellt werden.

Ärzte mit dieser Spezialisierung

Rosenklinik Rapperswil

Dr. med. Marcel Jud

Fachgebiete
Orthopädie, Kniechirurgie, Hüftchirurgie, Fuss- und Sprunggelenkchirurgie, Sprunggelenksarthrose
Rosenklinik Rapperswil

Dr. med. Dirk Markus Lehnen

Fachgebiete
Orthopädie, Kniechirurgie, Hüftchirurgie, Fuss- und Sprunggelenkchirurgie
Rosenklinik Rapperswil

Dr. med. Peter Eichler

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Orthopädie, Kniechirurgie, Hüftchirurgie, Fuss- und Sprunggelenkchirurgie, Sportmedizin
Rosenklinik Rapperswil

Dr. med. Eva Kraus

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Orthopädie, Kniechirurgie, Hüftchirurgie, Schulterchirurgie, Fuss- und Sprunggelenkchirurgie
Rosenklinik Rapperswil

Dr. med. Friederike Krupp

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Orthopädie, Hüftchirurgie, Kniechirurgie, Fuss- und Sprunggelenkchirurgie
Rosenklinik Rapperswil

Dr. med. Urs Baumgartner

Fachgebiete
Orthopädie, Hüftprothese, Rehabilitation Hüftprothese, Kniechirurgie, Knieprothese, Schulterchirurgie, Schulterprothese