Pulmonale Rehabilitation

Die Rehabilitation der Atemwege umfasst alle Massnahmen, die dazu dienen, die optimale Funktion der Atemwegsorgane wieder herzustellen.

Vor allem betrifft dies Patienten, die an Covid-19 schwer erkrankt waren. Während die meisten Erkrankten an keiner Folgeerscheinungen nach einer COVID-19-Infektion leiden, benötigen bestimmte Patienten, zum Beispiel Patienten mit Vorerkrankungen oder altersbedingter Anfälligkeit der Atemwege, ein spezielles Therapieprogramm, um die Leistungsfähigkeit der betroffenen Organe zu stärken.

Symptome

Nach einer Covid-19 Erkrankung können verschiedene Folgeerscheinungen auftreten und im schlimmsten Fall sogar bestehen bleiben. Dazu zählen unter anderem pulmonale Dekonditionierung, Muskel-Skelett-Erkrankungen, Gleitsyndrom, Hirnschäden, periphere Polyneuropathien (Schädigung der peripheren Nerven) oder Müdigkeit.

Diagnose

Zunächst wird eine individuelle Bestandsaufnahme durchgeführt, um den aktuellen Gesundheitszustand, die Fähigkeiten und Defizite des Patienten zu bewerten. Mithilfe von verschiedenen Übungen wird ermittelt, welche Schwierigkeiten diese im Alltag des Patienten verursachen.

Behandlung

Unsere Rehabilitationsprogramme dauern je nach den Therapiezielen und dem klinischen Zustand des Patienten drei bis sechs Wochen und zielen auf die Wiedererlangung der respiratorischen, motorischen und kognitiven Fähigkeiten ab.

Die Therapieziele werden von einem multidisziplinären Team aus Fachärzten, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Neuropsychologen und Pflegekräften festgelegt.

Für den Patienten oder die Patientin wird ein spezielles, auf den klinischen Zustand und spezifische Bedürfnisse angepasstes Therapieprogramm erstellt.

Physiotherapie

Die Physiotherapie spielt eine wichtige Rolle in der pulmonalen Rehabilitation. Durch spezielle Atemtechniken wird trainiert, wie man das Atemvolumen steigert. Auch werden spezielle Techniken eingesetzt, die das Husten stimulieren und somit Sekret ausgeworfen werden kann.

Bei kardiorespiratorischen Problemen, wenn die Muskeln und das Herz mit ungenügend Sauerstoff versorgt werden können, werden verschiedene Mobilisierungs- und Kräftigungsübungen durchgeführt, um die beeinträchtigte Ausdauer wieder aufzubauen.

Ergotherapie

Das Ziel der Ergotherapie besteht darin, dem Patienten eine schrittweise Wiedererlangung seiner Unabhängigkeit bei den Aktivitäten des täglichen Lebens zu ermöglichen.

Ziele der Ergotherapie:

  • Wiedererlangen einer grösstmöglichen Unabhängigkeit bei der Fortbewegung und den Aktivitäten des täglichen Lebens, zum Beispiel beim Waschen, beim Anziehen, dem Kochen oder beim Einkaufen.
  • Wiederherstellung von motorischen Abläufen nach einem Sensibilitätsverlust oder -minderung.
  • Trainieren von Gleichgewicht, zum Beispiel mit dem Wii Balance Board.
  • Unterstützung des Patienten, um sein normales Leben ausserhalb des Krankenhauses wieder aufnehmen zu können.

Logopädie und Neuropsychologie

Nach einem längeren Krankenhausaufenthalt leiden manche Patienten unter kognitiven Störungen wie Gedächtnis-, Konzentrations- oder Sprachschwierigkeiten.

Unsere neuropsychologischen Untersuchungen und die individuelle Betreuung, ist ein Teil der Therapie, die beeinträchtigte kognitive Funktionen so weit wie möglich wieder herstellt.

Somit ist es der Patientin, dem Patienten möglich, nach der Rückkehr in sein Zuhause, die Aktivitäten des täglichen Lebens wieder aufzunehmen.

Wurde aufgrund der Covid-19 Erkrankung eine Intubation durchgeführt, so ist es möglich, dass es zu Folgeerscheinungen wie Schluck- oder Stimmstörungen kommt. In diesem Fall wird eine logopädische Behandlung durchgeführt. Das Ziel ist die Wiederherstellung des Schluckreflexes und der normalen Stimme.

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