Zentren für Onkologie

Swiss Oncology Network verfolgt seit mehr als zehn Jahren ein Hauptziel: Jeder Krebspatientin und jedem Krebspatienten einen privilegierten Zugang zu den wirksamsten und sichersten Behandlungsstrategien für seine spezifische Krankheit zu bieten.

Krebsbehandlung

Die Ziele sind:

– Tumor (Tumorgewebe) zur langfristigen Heilung entfernen
– Tumor zur Verringerung möglicher Komplikationen verkleinern
(Kompression von Organen, Invasionen von gesundem Gewebe usw.)
– Rezidivrisiko (erneutes Auftreten) verhindern
– Metastasenbildung vermeiden oder beherrschen
– Schmerzen oder andere Symptome lindern

Aktuell gibt es drei Haupttherapien – die onkologische Chirurgie, die systemische Behandlung (auch «medizinische Onkologie» genannt) und die Strahlentherapie/Radioonkologie –, die oft im Therapieansatz kombiniert werden, um die bestmögliche Heilungschance zu erhalten.

Neoadjuvante Behandlung

Eine neoadjuvante Therapie (medizinische Onkologie oder Strahlentherapie) wird ausgeführt, um die Tumorgrösse vor der onkologischen Operation zu verkleinern und die Operation weniger invasiv und effektiver zu machen.

Adjuvante Behandlung

Die adjuvante Therapie (medizinische Onkologie oder Strahlentherapie) wird nach der onkologischen Operation verabreicht. Die Behandlung wird eingesetzt, um die verbleibenden Krebszellen zu zerstören und das Risiko von Metastasen (Krebszellen, die sich auf andere Körperteile ausgebreitet haben) oder Rezidiven (Wiederauftreten von Krebs) zu verringern.

Palliative Behandlung

Die Palliativbehandlung ist nicht heilend, sondern zielt auf die Linderung der Schmerzen oder Symptome einer Krankheit ab. Das Ziel ist, die bestmögliche Lebensqualität für die betroffene Person zu erhalten (physische, psychische und Beziehungsaspekte). Die Chirurgie, Strahlentherapie und medizinische Onkologie können als palliative Behandlungen eingesetzt werden.

Behandlungspfad

Der Behandlungspfad in unseren Zentren ermöglicht es den Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen, die bestmöglichen Voraussetzungen für eine Krebsdiagnose und deren therapeutische Behandlung zu erhalten.

Diagnostik

Eine klinische Untersuchung, ein verdächtiges Bild oder ein anormaler Laborbefund können dazu führen, dass eine Patientin oder ein Patient eine Fachkraft aufsuchen muss, die oder der gegebenenfalls weitere Untersuchungen durchführt, um eine Krebsdiagnose zu entkräften oder zu bestätigen.

In einem multidisziplinären Kolloquium (Tumorboard) mit allen am onkologischen Therapiepfad beteiligten Spezialistinnen und Spezialisten (Radiologie, Pathologie, Nuklearmedizin, Onkologie, Medizinische Onkologie, Radioonkologie, plastische und rekonstruktive Chirurgie etc.) wird jeder Einzelfall eingehend untersucht und die bestmögliche Behandlungsstrategie diskutiert und definiert.

Behandlung

Die vorgeschlagene Behandlung (onkologische Chirurgie, systemische Behandlung, Radioonkologie) basiert auf den neuesten Empfehlungen der nationalen und internationalen klinischen Praxis, die von Fachleuten auf diesem Gebiet erarbeitet wurden, und berücksichtigt den Zustand, die physischen und psychischen Ressourcen, die Umgebung, die Bedürfnisse und Wünsche jeder betroffenen Person.

Dieser Therapievorschlag wird mit der betroffenen Person besprochen, damit sie ihn verstehen, validieren und akzeptieren kann und so eine aktive Rolle in ihrem Behandlungspfad übernimmt («Partnerpatient»).

Unterstützende Therapien

Um die Auswirkungen der Krankheit oder die Nebenwirkungen von Behandlungen besser zu kontrollieren, können der Patientin oder dem Patienten unterstützende Behandlungen oder – in einer strukturierteren Form – ambulante onkologische Rehabilitationsprogramme angeboten werden.

Nach Beendigung der therapeutischen Behandlung beginnt eine Überwachungsphase, auch Remission genannt, die regelmässige Konsultationen mit einem Facharzt umfasst. In den ersten fünf Jahren ist in der Regel eine Konsultation alle drei bis sechs Monate vorgesehen, danach wird jährlich eine Konsultation durchgeführt. Diese Folgekonsultationen können je nach Lokalisation und Art der Krebserkrankung klinische Untersuchungen sowie bildgebende und biologische Untersuchungen umfassen. Sie ermöglichen es der betroffenen Person auch, sich mit einer Ärztin oder einem Arzt zu unterhalten, ihr oder ihm mögliche Symptome mitzuteilen und zu besprechen, wie man sich am besten auf den neuen Alltag einstellt.

Begleitung

Ab der Diagnosestellung steht das medizinische und paramedizinische Team der betroffenen Person und ihren Angehörigen zur Seite, um allfällige Fragen zu beantworten und Unklarheiten aus dem Weg zu räumen. Diese Begleitung umfasst u. a. physische, psychische, soziale, familiäre und berufliche Themen, sodass die Patientin oder der Patient ihren/seinen Behandlungsweg so gelassen wie möglich starten kann.

Methode

Biomedizinisches Gutachten

Sicherstellung einer schnellen und hochwertigen Versorgung, einer sicheren Diagnostik und einer individuellen Behandlung durch die biomedizinische Expertise der bestehenden onkologischen Abteilungen

Personalisierung

Mit Einfühlungsvermögen die Beziehung zu jeder Patientin und jedem Patienten personalisieren – oberstes Ziel aller medizinischen Akteure ist es, die betroffene Person in den Mittelpunkt aller Überlegungen zu stellen

Kommunikation

Alle Patientinnen und Patienten informieren, einbeziehen und einweisen, damit sie oder er sich aktiv am eigenen Behandlungspfad beteiligen kann (Expertenpatient) – von der Diagnose bis zur Rückkehr in den neuen Alltag

Multidisziplinarität

Multidisziplinärer Therapieansatz durch aktive Förderung des Austauschs von Wissen und Know-how zwischen spezialisierten medizinischen und paramedizinischen Teams

Multikompetenzen

Wöchentliche Tumorboards unter anderem mit Fachleuten für Radiologie, Pathologie, Onkologie, plastische und rekonstruktive Chirurgie, medizinische Onkologie, Hämatologie, Radioonkologie und Nuklearmedizin, um gemeinsam die optimale Behandlungsstrategie für jede Patientin und jeden Patienten sowie jede spezifische Krebsart zu definieren

Innovation

Aufbau von Technologien und Therapiestrategien auf dem neuesten Stand der strukturellen und funktionellen Innovation (technische Ausstattung, Zugang zu Forschung und Studien, Publikationen) unter Berücksichtigung der national und international etablierten Guidelines zu Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit (Zertifizierungen)

Multidisziplinäres Kolloquium

Um jeder einzelnen Patientin und jedem einzelnen Patienten eine sichere Diagnose und einen voll und ganz auf die Person zugeschnittenen Behandlungsplan zu gewährleisten, findet wöchentlich ein multidisziplinäres Kolloquium, das Tumorboard, statt.

Dabei wird die klinische Situation der betroffenen Person besprochen, um zunächst eine sichere Diagnose zu stellen und dann gemeinsam die bestmögliche Therapieoption (Chirurgie, Strahlentherapie, systemische Behandlung usw.) zu definieren.

Das Kolloquium setzt sich aus mindestens einem Arzt oder einer Ärztin und einer zuweisenden Krankenpflegerin oder einem Krankenpfleger und je einer Fachperson der betroffenen Fachdisziplinen zusammen:

Onkologische Chirurgie
Radiologie
Hämatologie
Medizinische Onkologie
Radioonkologie
Plastische Chirurgie
Nuklearmedizin
Psychiatrie
Physiotherapie

Netzwerk und Präsident

Swiss Oncology Network stellt einerseits sicher, dass alle für die Krebstherapie notwendigen Fachrichtungen zusammengebracht werden und dass diese im gesamten Netzwerk von medizinischen Einrichtungen zur Verfügung stehen. Zu beachten ist, dass diese Leistungen im Rahmen der KVG für alle Konsultationen und ambulanten Leistungen vergütet werden.

Swiss Medical Network hat mit dem Aufbau eines Kompetenznetzes im Bereich Strahlentherapie und Onkologie begonnen. Ziel ist es, Krebspatientinnen und Krebspatienten eine multidisziplinäre Versorgung – medizinische Onkologie, Radioonkologie und Chirurgie – mit den besten medizinischen und technologischen Kompetenzen in der ganzen Schweiz zu ermöglichen. Dieses Kompetenznetz wird sich langfristig auf vier Zentren stützen, an denen alle Fachgebiete vertreten sind: die Clinique Générale-Beaulieu (GE), die Clinique de Genolier (VD), die Privatklinik Bethanien in Zürich und die Clinica Sant’Anna im Tessin. Alle Kliniken der Gruppe können sich auf dieses Kompetenznetz stützen.

Unsere Brustkrebszentren

Unsere Prostatakrebszentren

Unsere unterstützenden Therapien

Unsere Programme umfassen verschiedene therapeutische Mittel, um die Nebenwirkungen der Krankheit oder der Behandlung zu reduzieren, aber auch, um die Betroffenen körperlich und psychisch zu unterstützen. Behandlungsangebot

Gratis

  • Beratung in Fragen des körperlichen Erscheinungsbilds
  • Soziale Unterstützung

Grundversicherung

  • Individuelle Physiotherapie (Muskelstärkung, Lymphdrainage, Massage)
  • Kollektive Physiotherapie (Pilates, Lockerungen und Balance, Cardio, Nordic Walking, Tai Chi, etc.)
  • Diätetik
  • Onkosexologie
  • Medizinische Hypnose
  • Psychoonkologie

Zusatzversicherung

  • Akupunktur
  • Reflexzonenmassage
  • Yoga
  • Kunsttherapie

Nicht versichert

  • Fussheilkunde

Videos

Genolier Foundation

Die Frage, ob Versicherungen diese verschiedenen Leistungen übernehmen, darf kein Hindernis für die Teilnahme am ambulanten onkologischen Rehabilitationsprogramm sein. Damit alle Patientinnen und Patienten optimal behandelt werden können, ohne dass der finanzielle Aspekt ins Spiel kommt, unterstützt die Genolier Foundation bestimmte Leistungen finanziell. Wer über keine Zusatzversicherung verfügt, erhält zum Beispiel finanzielle Unterstützung für sogenannte alternative Therapien. Unterstützung erhält unter Umständen auch, wer bestimmte Behandlungen (z. B. die Fussheilkunde) nicht finanzieren kann.

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