Krebstherapien und Onkologie

In der Krebstherapie sind die medizinischen Fachgebiete subsumiert, die sich mit der Erforschung, Diagnostik und Behandlung von Krebserkrankungen befassen, zu diesen gehören unter anderem die medizinische Onkologie, Radio-Onkologie, Radiotherapie aber auch die Hämatologie.

Ziel ist es die Mechanismen der Tumorbildung (Karzinom, Sarkom, Lymphom, Myelom, Leukämie, Mesotheliom, Melanom, Gliom, Metastasen etc.) zu identifizieren, sowie stetig an der Verbesserung und Weiterentwicklung des Wissenstandes zu forschen, um so für jeden Einzelfall die bestmögliche Therapie zu erarbeiten.

Zentren für Onkologie

Swiss Oncology Network verfolgt seit mehr als zehn Jahren ein Hauptziel: Jeder Krebspatientin und jedem Krebspatienten einen privilegierten Zugang zu den wirksamsten und sichersten Behandlungsstrategien für seine spezifische Krankheit zu bieten

Unsere Zentren für Onkologie

Krebs in der Schweiz

Jedes Jahr erkranken in der Schweiz über 44 000 Menschen (etwa 20 000 Frauen und 24 000 Männer) an Krebs. Aus demographischen Gründen (Alterung der Bevölkerung) nimmt die Zahl der neu diagnostizierten Fälle weiter zu, aber dank verschiedener Früherkennungsprogramme und kontinuierlicher Fortschritte bei Diagnose und Therapie steigen die Überlebenschancen stetig.

Multidisziplinäre Krebsbehandlung

Onkologische Chirurgie
Medizinische Onkologie
Psychoonkologie
Radio-Onkologie
Radiologie
Hämatologie
Nuklearmedizin
Pathologie

Tumorarten

Krebszellen

Krebszellen sind so genannte «unsterbliche» Zellen, denn sie vermehren sich stark, ohne zu sterben, und führen so zur Tumorbildung. Da sie nicht wie normale Zellen funktionieren, leiten sie «lokale Ressourcen» zur eigenen Ernährung ab (Neoangiogenese) und blockieren und attackieren dadurch die körpereigene Immunabwehr.

Gutartiger Tumor

Lokalisierte Masse, bestehend aus Zellen, die ihre Funktion behalten; diese Masse verändert nicht das benachbarte Gewebe (z. B. Warze, Muttermal), aber wenn sie auf ein Organ drückt, muss sie entfernt werden.

Bösartiger Tumor (Krebs)

Eine Masse von Krebszellen, die in gesundes benachbartes Gewebe eindringen und dieses zerstören kann. Ausserdem besteht die Gefahr, dass sie in andere Teile des Körpers wandert und dort Metastasen bildet. Es wird unterschieden zwischen soliden Tumoren und Krebs der Blutzellen (maligne Hämopathien)

Karzinom/Adenokarzinom

Der Tumor bildet sich auf dem Gewebe, das eine äussere (Haut, Schleimhäute) oder innere (Verdauungstrakt, Drüsen) Oberfläche des Körpers bedeckt (Brustkrebs, Prostatakrebs, Hautkrebs, Darmkrebs, Lungenkrebs).

Sarkome

Man unterscheidet zwischen Weichteilsarkom und Knochensarkom (Osteosarkom): Das Weichteilsarkom entwickelt sich im Bindegewebe oder Stützgewebe (Fett-, Faser-, Blut- und Synovialgewebe, Muskeln, Lymphgefässe und periphere Nerven) und tritt bei Erwachsenen eher selten auf. Das Osteosarkom oder Knochensarkom bildet sich hauptsächlich an langen (Oberschenkelknochen, Schienbein) oder flachen Knochen (Rippen, Brustbein).

Lymphom

Bösartiger Tumor, der sich in den Lymphknoten und -gefässen (körpereigenes Immunsystem) entwickelt; es wird unterschieden zwischen Hodgkin-Lymphom (seltene Erkrankung, die bestimmte Lymphozytenarten betrifft) und Non-Hodgkin-Lymphom.

Myelom

Krebs der Plasmazellen (weisse Blutkörperchen im Knochenmark), der die Knochen, das Immunsystem, die Nieren und die roten Blutkörperchen befallen kann.

Leukämie

Blut- und Knochenmarkkrebs (beeinflusst die Produktion von Blutzellen (weisse Blutkörperchen).

Mesotheliom

Gewebetumor, der die Lunge (Brustfell), die Bauchhöhle (Bauchfell) oder das Herz (Herzbeutel) betrifft.

Melanom-Hautkrebs

Tumor, der von den pigmentbildenden Zellen der Haut, den so genannten Melanozyten, ausgeht.

Gliom

Hirntumor, der sich im Gehirn und an anderen Stellen des Nervensystems (Hirnstamm, Wirbelsäule) entwickeln kann.

Metastasen

Aus Krebszellen, die sich vom «Primärtumor» (erster Tumor) gelöst haben, gebildete Tumoren, die über die Lymph- oder Blutgefässe in einen anderen Teil des Körpers (Lunge, Knochen, Gehirn, Leber) gewandert sind.

Risikofaktoren

Heute ist bekannt, dass viele Krebsarten genetisch bedingt sind. Es gibt aber auch viele äussere Risikofaktoren, die auf Umwelteinflüsse oder die individuelle Lebensweise zurückzuführen sind. Zu nennen sind insbesondere:

  • Alterung
  • Unausgewogene Ernährung
  • Übergewicht
  • Rauchen
  • Übermässiger Alkoholkonsum
  • Sitzende Lebensweise
  • Mangelnde körperliche Aktivität
  • Umweltgifte und andere Schadstoffe
  • UV-Strahlen
  • Erbliche oder genetische Faktoren
     

Krebsbehandlung

Die Ziele sind:

– Tumor (Tumorgewebe) zur langfristigen Heilung entfernen
– Tumor zur Verringerung möglicher Komplikationen verkleinern
(Kompression von Organen, Invasionen von gesundem Gewebe usw.)
– Rezidivrisiko (erneutes Auftreten) verhindern
– Metastasenbildung vermeiden oder beherrschen
– Schmerzen oder andere Symptome lindern

Aktuell gibt es drei Haupttherapien – die onkologische Chirurgie, die systemische Behandlung (auch «medizinische Onkologie» genannt) und die Strahlentherapie/Radioonkologie –, die oft im Therapieansatz kombiniert werden, um die bestmögliche Heilungschance zu erhalten.

Neoadjuvante Behandlung

Adjuvante Behandlung

Palliative Behandlung

Mehr erfahren

Medizinische Onkologie

Onkologische Chirurgie

Radio-Onkologie

Radiologie

Hämatologie

Nuklearmedizin

Behandlungspfad

Der Behandlungspfad in unseren Zentren ermöglicht es den Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen, die bestmöglichen Voraussetzungen für eine Krebsdiagnose und deren therapeutische Behandlung zu erhalten.

Diagnostik

Eine klinische Untersuchung, ein verdächtiges Bild oder ein anormaler Laborbefund können dazu führen, dass eine Patientin oder ein Patient eine Fachkraft aufsuchen muss, die oder der gegebenenfalls weitere Untersuchungen durchführt, um eine Krebsdiagnose zu entkräften oder zu bestätigen.

In einem multidisziplinären Kolloquium (Tumorboard) mit allen am onkologischen Therapiepfad beteiligten Spezialistinnen und Spezialisten (Radiologie, Pathologie, Nuklearmedizin, Medizinische Onkologie, Radio-Onkologie, plastische und rekonstruktive Chirurgie etc.) wird jeder Einzelfall eingehend untersucht und die bestmögliche Behandlungsstrategie diskutiert und definiert.

Behandlung

Die vorgeschlagene Behandlung basiert auf den neuesten Empfehlungen der nationalen und internationalen klinischen Praxis, die von Fachleuten auf diesem Gebiet erarbeitet wurden, und berücksichtigt den Zustand, die physischen und psychischen Ressourcen, die Umgebung, die Bedürfnisse und Wünsche jeder betroffenen Person.

Unterstützende Therapien

Um die Auswirkungen der Krankheit oder die Nebenwirkungen von Behandlungen besser zu kontrollieren, können der Patientin oder dem Patienten unterstützende Behandlungen oder – in einer strukturierteren Form – ambulante onkologische Rehabilitationsprogramme angeboten werden.

Begleitung

Ab der Diagnosestellung steht das medizinische und paramedizinische Team der betroffenen Person und ihren Angehörigen zur Seite, um allfällige Fragen zu beantworten und Unklarheiten aus dem Weg zu räumen. Diese Begleitung umfasst u. a. physische, psychische, soziale, familiäre und berufliche Themen, sodass die Patientin oder der Patient ihren/seinen Behandlungsweg so gelassen wie möglich starten kann.

Forschung und Studien – Wissenschaft & Innovation Swiss Medical Network

Die Ärzte von Swiss Cancer Care und Swiss Medical Network engagieren sich aktiv in der Forschung – in der Onkologie werden aktuell folgende Studien durchgeführt:

PREVENT
SAKK 96-12 (REDUCE)
SAKK 23-16 (TAXIS)
SAKK 23-18 (VISION I)
RIBELLE
MyRisk
HEDGE

Sie möchten mehr über die Forschungsarbeit bei Swiss Cancer Care und Swiss Medical Network erfahren? Klicken Sie hier Jahresbericht Wissenschaft & Innovation SMN.

Genolier Foundation

Ein Finanzierungsfonds für medizinische Forschung und Ausbildung 

Mit dem Ziel, die besten Behandlungen und modernsten Therapien anzubieten, unterstützt die Genolier Foundation klinische Forschungs- und Ausbildungsprojekte in Bereichen wie der Hochbiotechnologie in Zusammenarbeit mit international anerkannten Institutionen wie der Ecole Polytechnique Fédéral de Lausanne (EPFL), dem New York-Presbyterian Hospital und AGORA (CHUV).

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Zentren für Onkologie

Centre du Sein Clinique Générale-Beaulieu

Radio-Onkologie

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Brustcentrum Zürich

Radiologie

CyberKnife® System

Nuklearmedizin

Pathologie

Hämatologie

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Unsere Spezialistinnen und Spezialisten verfügen über langjährige Erfahrung. Wir gewährleisten eine rasche, fachlich kompetente Abklärung und Beratung sowie eine Behandlung nach den modernsten Möglichkeiten.