Bei der HIFU-Technologie wird das Prostatagewebe zerstört, indem hochintensiver fokussierter Ultraschall auf den betroffenen Bereich gerichtet wird. Dabei entsteht eine intensive lokale Hitze, die die Zellen der Drüse zerstört, ohne das umliegende gesunde Gewebe zu schädigen.
Der fokussierte Ultraschall funktioniert ähnlich wie die Sonnenstrahlen, die, wenn sie durch ein Vergrösserungsglas geleitet werden, auf einen bestimmten Punkt konzentriert werden und dadurch einen erheblichen Temperaturanstieg um den Brennpunkt herum verursachen.
Das robotergestützte HIFU-System ist das ideale Instrument, um nur den erkrankten Teil der Prostata zu zerstören und so eine optimale Erhaltung der Lebensqualität zu gewährleisten. Es ist die neueste therapeutische Option zur Behandlung von Prostatakrebs mittels fokaler Therapie. Die Echtzeit-Bildgebung ermöglicht eine präzise lokale Ablation in einer einzigen Sitzung unter Vollnarkose, die bei Bedarf wiederholt werden kann, mit einem geringen Risiko von Nebenwirkungen.
Bei der Behandlung mit hochintensivem fokussiertem Ultraschall (HIFU) wird eine bildgebende Ultraschallsonde verwendet, um hochintensiven Ultraschall an einen bestimmten Punkt abzugeben. Die Stärke der abgegebenen Ultraschallenergie führt zu einer raschen Erhöhung der Temperatur am Brennpunkt, was eine koagulative Nekrose verursacht, ohne gesundes Gewebe und Strukturen außerhalb des Zielgebiets zu schädigen.
Die gesamte Prostata wird mit der transrektalen Ultraschallsonde abgetastet und auf dem Bildschirm des Focal One als dreidimensionale Rekonstruktion des Behandlungsbereichs dargestellt.
Auf dem Bildschirm plant der Urologe die einzelnen Schritte des Eingriffs, wobei er den zu behandelnden Bereich genau anvisiert.
Das System bestimmt automatisch die optimale Anzahl von Läsionen auf der Grundlage des Behandlungsplans und gibt hochintensive fokussierte Ultraschallwellen ab, um die Zielzellen zu zerstören.
Am Ende des Eingriffs wird ein vorübergehender Harnkatheter eingelegt, um das Risiko eines Harnverhalts aufgrund einer vorübergehenden Schwellung zu minimieren. Kurz nach Abschluss des Eingriffs können Sie nach Hause gehen. Der Katheter wird bei Ihrem ersten Nachsorgetermin einige Tage später entfernt. Zu den typischen Nachsorgeuntersuchungen gehören PSA-Tests nach drei Monaten, sechs Monaten und einem Jahr sowie eine MRT-Untersuchung und möglicherweise eine Nachfolgebiopsie nach einem Jahr, um das Ergebnis zu beurteilen. Diese Nachuntersuchungen können von dem behandelnden Urologen oder alternativ von Ihrem örtlichen Urologen durchgeführt werden.
In einer kürzlich durchgeführten Studie zeigte das Focal One robotergestützte HIFU-System eine vergleichbare Tumorkontrolle bei deutlich geringeren Auswirkungen auf die Harn- und Sexualfunktion im Vergleich zur radikalen Prostatektomie. In dieser grossen prospektiven Studie, an der mehr als 3.000 Patienten in 46 Zentren teilnahmen, lieferte das Focal One robotergestützte HIFU-System im Vergleich zur Operation bessere Ergebnisse in Bezug auf Harnkontinenz und Erektionsfähigkeit. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der HIFU-Studie.