close search

Wie können wir Ihnen helfen?

Top-Suchen

Stellen
Radiologie
Physiotherapie
Onkologie
Lernende
Leitung
Gynekologie
Ergotherapie
Radiotherapie
Mrt
Neurologie
Neurochirurgie
  • Home
  • Blog
  • Migräne im Winter: Auslöser und Behandlung
Women holding her head because of head aches
12.02.2026

Migräne im Winter: Auslöser und Behandlung

Viele Menschen leiden gerade in der kalten Jahreszeit unter Migräneattacken – und nicht selten scheinen diese intensiver oder häufiger aufzutreten. Doch warum ist das so, und welche Massnahmen können Betroffene ergreifen, um Attacken zu verhindern? Laut Neurologin Daniela Damaske, Expertin für Kopfschmerzerkrankungen, spielen vor allem Wetterwechsel, Lichtmangel und veränderte Alltagsgewohnheiten eine zentrale Rolle. 

In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche typischen Winterauslöser Migräneattacken verstärken, wie Patienten vorbeugend handeln können – von Ernährung über Bewegung bis zu Tageslicht – und welche medikamentösen sowie nicht-medikamentösen Therapien nachweislich wirksam sind. 

Sind die Migräneattacken vom Wetter beeinflusst?


Meteorologische Faktoren werden von Patienten häufig als bedeutsame Auslöser für Migräne wahrgenommen. Studien zeigen, dass Schwankungen von Temperatur und Luftdruck signifikant mit einer erhöhten Attackenhäufigkeit verbunden sind, wobei auch Föhnwetterlagen eine relevante Rolle spielen.

Welche typischen Auslöser gibt es in der kalten Jahreszeit?

Eine kanadische Untersuchung belegte, dass ein plötzlicher Anstieg der Durchschnittstemperatur um 5 °C in Kombination mit einem Luftdruckabfall Migräneattacken deutlich auslösen kann.

Im Herbst und Winter ziehen zahlreiche Tiefdruckgebiete aus dem Atlantik über Mitteleuropa und die Alpenregion, was häufig zu schnellen und starken Luftdruckabfällen führt.

Diese Jahreszeiten gelten daher auch für die Schweiz als «Druckwechsel-Jahreszeiten», insbesondere aufgrund der Häufigkeit von Tiefdrucksystemen und Föhnlagen.

Wie können Patienten Migräneattacken im Winter vorbeugen?


Im Winter gelten wie in anderen Jahreszeiten folgende allgemeine Regeln zur Vorbeugung von Migräne:

  • Regelmässige Mahlzeiten und ausreichende Flüssigkeit: Trinken Sie täglich 1,5–2 Liter Wasser und meiden Sie persönliche Trigger-Lebensmittel.
  • Fester Schlaf-Wach-Rhythmus: Achten Sie auf ausreichend Schlaf und regelmässige Schlafzeiten.
  • Bewegung: Führen Sie drei Mal pro Woche mindestens 30 Minuten moderate aerobe Aktivitäten im Tageslicht durch, z. B. Gehen oder Radfahren.
  • Wettermanagement: Nutzen Sie Wetter-Apps oder Luftdruckmesser und bereiten Sie sich auf Tiefdruck- oder Föhnlagen vor. Schützen Sie sich ggf. mit Ruhe und warmer Kleidung.

Welche medikamentösen und nicht-medikamentösen Therapien sind wirksam?


Obwohl die medizinische Forschung in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte bei der Entwicklung neuer und hochwirksamer Medikamente zur Behandlung von Migräne gemacht hat, ist diese neurologische Erkrankung bislang unheilbar.

Die effektivste Behandlung besteht in einer Kombination individuell angepasster Therapiemethoden. Wichtige Ansätze sind:

  • Schmerzmedikation: Zur Linderung akuter Schmerzen und zur Vorbeugung von Migräneanfällen.
  • Physiotherapie und Bewegungstherapie: Zur Verbesserung der Muskelspannung und Reduktion von Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich.
  • Entspannungstechniken: Massnahmen wie Biofeedback, progressive Muskelentspannung und Atemübungen fördern den Stressabbau und tragen zur Schmerzlinderung bei.
  • Verhaltens- und kognitive Therapie: Unterstützt den Umgang mit Stressfaktoren und hilft, schädliche Verhaltensmuster zu erkennen und zu verändern.
  • Lebensstilmodifikationen: Ernährungsanpassungen, Schlafhygiene und Stressmanagement helfen, Triggerfaktoren zu identifizieren und zu vermeiden.
  • Lokale interventionelle Therapien: Dazu gehören Nervenblockaden und die Botox-Therapie.

Wann sollte man bei Migräne unbedingt einen Arzt aufsuchen?

  • Wenn Warnsignale auftreten:
    • Plötzliche, sehr starke Kopfschmerzen
    • Begleitende Symptome wie Fieber, Nackensteife, Lähmungen, Sprach- oder Sehstörungen
    • Erstmaliges Auftreten starker Kopfschmerzen nach dem 50. Lebensjahr
    • Veränderung des bekannten Kopfschmerz-Musters
  • Bei häufig wiederkehrenden, belastenden Kopfschmerzen, besonders wenn Schmerzmittel nicht helfen, regelmässig eingenommen werden müssen oder die regelmässige Einnahme selbst Kopfschmerzen auslöst.

Über die Expertin

Daniela Damaske ist Neurologin und spezialisiert auf Migränebehandlung und Kopfschmerzerkrankungen. Sie unterstützt Patienten dabei, Migräneattacken vorzubeugen, die Häufigkeit von Kopfschmerzen zu reduzieren und individuell angepasste Therapien im Winter sowie das ganze Jahr über umzusetzen.

Frau Damaske gibt praxisnahe Tipps zu Ernährung, Bewegung, Schlafhygiene und Stressmanagement, um Migräne effektiv zu kontrollieren, und klärt über den Einfluss von Wetterwechseln und Luftdruckschwankungen auf Kopfschmerzen auf.

  • Home
  • Blog
  • Migräne im Winter: Auslöser und Behandlung