Künstliche Intelligenz verändert die Augenheilkunde grundlegend. Dr. Aude Ambresin, Augenärztin bei Swiss Visio Montchoisi in Lausanne, hat der Zeitschrift «Schweizer Familie» einen Einblick in ihre Praxis gewährt. Wie wird KI in die Netzhautdiagnostik integriert? Und was bedeutet das für die Patienten?
Hier kommt die KI ins Spiel. Dr. Ambresin nutzt eine Anwendung des Berner Start-ups RetinAI, die alle OCT-Bilder in rund dreißig Sekunden analysieren kann. Das System identifiziert pathologische Anzeichen, misst das Flüssigkeitsvolumen in jeder Netzhautschicht und erstellt strukturierte Berichte.
Die Entscheidung liegt weiterhin beim Arzt. „Dank der KI-Analyse spare ich wertvolle Zeit, die ich meinen Patienten widmen kann“, erklärt Dr. Ambresin. Die Diagnose liegt weiterhin vollständig in der Verantwortung des Arztes.
Der Einsatz von KI in der Augenheilkunde verdeutlicht einen umfassenderen Wandel in der Medizin. Algorithmen übernehmen sich wiederholende analytische Aufgaben, sodass sich Ärzte auf das konzentrieren können, was Maschinen nicht leisten können: Empathie, klinische Erfahrung und individuelle Beratung.
Swiss Visio ist eines der Zentren, die aktiv an dieser Entwicklung beteiligt sind.
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