Aufgrund sinkender Geburtenzahlen: Privatklinik Bethanien schliesst Geburtsabteilung
Die Anzahl der Geburten in der Schweiz sinkt seit Jahren. Dieser gesellschaftliche Trend ist für die Privatklinik Bethanien deutlich spürbar. Kamen im Jahr 2020 noch rund 550 Babys in der renommierten Geburtsabteilung zur Welt, so waren es 2025 bereits nur noch 300. Für das Jahr 2026 rechnet die Klink nur noch mit etwa 260 Geburten im Jahr – im Schnitt weniger als eine pro Tag. Solch tiefe Fallzahlen sind mittel- und langfristig für die medizinische Qualitätssicherung eine Herausforderung. Die Direktion des Bethanien hat deshalb entschieden, die stationäre Geburtshilfe per 31. Dezember 2026 einzustellen. Bis Ende Jahr wird die Geburtshilfe unverändert und in gewohnter Qualität weitergeführt. Spontangeburten werden bis zum 15. Dezember 2026 betreut, geplante Kaiserschnitte können bis zum 24. Dezember 2026 durchgeführt werden.
Unverändertes Angebot der Fachrichtung
Das Leistungsangebot im Bereich Gynäkologie bleibt unverändert ein wichtiger Bestandteil des medizinischen Angebots der Privatklinik.
Voraussichtlich keine Entlassungen notwendig
Die Privatklinik Bethanien kooperiert seit vielen Jahren im Rahmen des «BrustCentrum Zürich» mit dem Spital Zollikerberg. Vor dem Hintergrund dieser Partnerschaft zeichnen sich für die Mitarbeitenden der Geburtsabteilung Anschlusslösungen ab: Für die Mehrheit der rund zehn Hebammen besteht die Möglichkeit, an das Spital Zollikerberg zu wechseln. Dasselbe gilt für Belegärzte und ihre Patientinnen. Alle sechs Pflegemitarbeitenden und die beiden Lernenden aus der Geburtsabteilung werden innerhalb der Privatklinik Bethanien weiterbeschäftigt. Die Direktion ist zuversichtlich, dass keine Entlassungen notwendig sein werden.
Stolz und Vorfreude
Die Privatklinik Bethanien blickt mit Stolz auf ihre Tradition als beliebter Geburtsort zurück und freut sich auf die Babys, die in den kommenden Wochen am Zürichberg noch auf die Welt kommen.