Intensiv gepulstes Licht (IPL) ist eine innovative Behandlung von Haut- und Augenentzündungen. Ursprünglich in der Dermatologie eingesetzt, insbesondere bei Rosazea und nach bestimmten kosmetischen Gesichtsbehandlungen, wurde diese Technologie für die Augenpflege angepasst.
In der Augenheilkunde wird IPL heute zur Behandlung des Syndroms des trockenen Auges, der Blepharitis und der okulären Rosazea eingesetzt. Es ist Teil eines umfassenden Ansatzes zur Behandlung chronisch entzündlicher Erkrankungen der Augenoberfläche.
Technik: Intensives gepulstes Licht (IPL)
Wichtigste Indikationen: Trockenes Auge durch Verdunstung, Dysfunktion der Meibom-Drüsen, Blepharitis, okuläre Rosazea
Zielsetzung: Verringerung der Entzündung und Verbesserung der Tränenfilmqualität
Dauer einer Sitzung: Ungefähr 15 Minuten
Standard-Protokoll: 3 bis 4 Sitzungen im Abstand von 2 bis 3 Wochen
Ort: Ophthalmologische Praxis
Anästhesie: Nicht erforderlich
Kostenübernahme: Nicht von der Krankenkasse übernommen
IPL wirkt durch die Abgabe von thermischen Lichtimpulsen, die auf den periorbitalen Bereich und die Wangenknochen aufgebracht werden. Diese Energie ermöglicht Folgendes:
Durch die Wiederherstellung der normalen Funktion der Meibom-Drüsen verbessert IPL die Stabilität der Lipidschicht des Tränenfilms, reduziert die Tränenverdunstung und verringert die Symptome von Augenbeschwerden erheblich.
Die Behandlung mit gepulstem Licht wird in der Praxis eines Augenarztes durchgeführt, ohne dass ein Operationssaal notwendig ist, und erfolgt im Allgemeinen in drei separaten Sitzungen im Abstand von etwa 15 Tagen. Jede Sitzung dauert etwa 15 Minuten.
Während jeder Sitzung:
Eine Nachuntersuchung wird einen Monat, drei Monate und sechs Monate nach der Behandlung empfohlen. Bei dieser abschliessenden Untersuchung wird beurteilt, ob eine Wiederholung der Behandlung erforderlich ist oder nicht.
Während der Nachuntersuchung beurteilt der Augenarzt die Entwicklung des Tränenfilms und entscheidet, ob weitere Behandlungssitzungen erforderlich sind.
Vor jeder IPL-Behandlung ist eine umfassende Untersuchung unerlässlich. Sie umfasst:
Diese umfassende Untersuchung wird vor der Behandlung durchgeführt, um festzustellen, ob der Patient für eine Behandlung in Frage kommt, und einen Monat nach Abschluss der Behandlung, damit der Facharzt den Grad der erzielten Verbesserung feststellen kann.
Bei chronischer Blepharitis kann IPL eingesetzt werden, um die Entzündung des Lidrands zu behandeln, die die Symptome des trockenen Auges verursacht.
Als chronische Erkrankung erfordert die Blepharitis eine regelmäßige Überwachung. IPL kann als ergänzende Behandlung in die Langzeitbehandlung einbezogen werden.
In bestimmten Fällen ist eine IPL-Therapie auch angezeigt:
Die IPL-Bestrahlung mit gepulstem Licht ist eine innovative, sichere und wirksame Behandlungsoption für bestimmte Patienten, die an trockenen Augen und entzündlichen Augenliderkrankungen leiden, die durch Verdunstung entstehen. Seine Anwendung basiert auf einer fachlichen Beurteilung und ist Teil eines individuellen Behandlungsplans für die Augenoberfläche.