Exosomen tragen molekulare Signaturen wie spezifische miRNAs, Proteine und Lipide, die auf das Vorhandensein von Krebs hinweisen können. Ihre Zugänglichkeit in Körperflüssigkeiten macht sie für die nicht-invasive Diagnostik wertvoll, insbesondere für die Früherkennung von Krebsarten wie Lungen-, Dickdarm- und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Darüber hinaus ermöglicht die Analyse von Exosomen den Ärzten die Überwachung des Krankheitsverlaufs und des Ansprechens auf eine Therapie, indem sie Veränderungen ihres molekularen Inhalts im Laufe der Zeit verfolgen. So könnte beispielsweise ein Rückgang der onkogenen miRNAs auf ein positives Ansprechen auf eine Chemotherapie hindeuten. Sie bieten eine weniger invasive Alternative zu herkömmlichen Gewebebiopsien, denn sie spiegeln die genetische und proteomische Landschaft von Tumoren wider und geben Aufschluss über Mutationen, Resistenzmechanismen und das Vorhandensein von Krebsstammzellen.