Eine der häufigsten Fragen von Patienten, die zur MRgFUS überwiesen werden, lautet: «Was passiert eigentlich während des Verfahrens?» In diesem Video führt Dr. Gallay Schritt für Schritt durch den typischen klinischen Prozess der MRgFUS.
Vor Beginn des Eingriffs werden die Patienten einer detaillierten MRT-Bildgebung und klinischen Beurteilung unterzogen, um das genaue Ziel zu bestimmen und die Behandlungsstrategie zu planen. Häufig wird ein stereotaktischer Rahmen oder eine Fixiervorrichtung am Kopf des Patienten angebracht, um die Unbeweglichkeit zu gewährleisten.
Die Patienten bleiben während des Grossteils der MRgFUS-Behandlung, die in einem Kernspintomographen stattfindet, wach. Der mit kaltem Wasser gefüllte Helm stabilisiert den Kopf und sorgt für Komfort, während Tausende von Ultraschallwellen auf den Zielbereich im Gehirn fokussiert werden.
Das neurochirurgische Team überwacht die Reaktionen des Patienten und die MRT-Daten kontinuierlich. In bestimmten Intervallen werden kurze Stösse fokussierter Ultraschallenergie abgegeben, um die Gewebetemperatur zu erhöhen und Nervenbahnen, die für Symptome wie Zittern verantwortlich sind, zu veröden.
Während der Sonikation (Ultraschallanwendung) kann der Arzt den Patienten auffordern, einfache Aufgaben auszuführen, um die Reaktion auf die Symptome zu beurteilen, z. B. die Hände ausgestreckt zu halten, um die Verringerung des Tremors zu bewerten.
Dieses Echtzeit-Feedback gewährleistet, dass der Behandlungseffekt optimiert wird und gleichzeitig die Sicherheit gewahrt bleibt.
Nach der Behandlung wird das Fixiergerät entfernt, und der Patient wird in einen Erholungsraum gebracht. Die meisten Patienten haben leichte Kopfhautbeschwerden durch die Fixierungspunkte, aber keine grösseren chirurgischen Wunden.
Eine Beobachtung in der Klinik für ein paar Stunden oder über Nacht kann empfohlen werden, aber viele Patienten können schon bald nach dem Eingriff nach Hause gehen.
Das Verständnis des MRgFUS-Verfahrens trägt dazu bei, Ängste abzubauen und realistische Erwartungen für Menschen zu wecken, die diese Option der funktionellen Neurochirurgie in Bern und Ostermundigen, Schweiz, in Betracht ziehen.