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26.10.2026

Darmspiegelung: Tut das weh?

Die Angst vor Schmerzen hält viele Menschen von der Vorsorge ab

Von Dr. med. André Kugener

Kaum eine Frage wird Gastroenterologinnen und Gastroenterologen häufiger gestellt als diese: «Tut eine Darmspiegelung weh?»

Für viele Menschen ist die Vorstellung einer Darmspiegelung unangenehm. Nicht selten kursieren Geschichten von schmerzhaften Untersuchungen oder schlechten Erfahrungen aus früheren Zeiten. Die gute Nachricht: Die moderne Darmspiegelung hat mit den Untersuchungen von vor einigen Jahrzehnten nur noch wenig gemeinsam.

Warum die Darmspiegelung früher unangenehm war

Tatsächlich war die Untersuchung früher häufig belastender als heute. Die technischen Möglichkeiten waren deutlich eingeschränkter und die Betäubung erfolgte oftmals nur sehr leicht oder teilweise gar nicht.

Dadurch konnten die Untersuchungen für Patientinnen und Patienten unangenehm oder sogar schmerzhaft sein.

Diese Erfahrungen prägen bei vielen Menschen noch heute das Bild der Darmspiegelung, obwohl sich die Untersuchung seither grundlegend verändert hat.

Moderne Darmspiegelungen sind in der Regel schmerzfrei

Heute werden Darmspiegelungen in der Regel unter einer Sedation durchgeführt. Das bedeutet, dass Patientinnen und Patienten während der Untersuchung schlafen und die Untersuchung kaum oder gar nicht wahrnehmen.

Viele berichten nach der Untersuchung sogar, dass sie überrascht waren, wie schnell alles vorbei war.

Typische Rückmeldungen sind:

  • «Ist es wirklich schon vorbei?»
  • «Ich habe überhaupt nichts gemerkt.»
  • «Ich hätte mir viel mehr Sorgen gemacht als nötig gewesen wäre.»

Für die meisten Menschen ist die Untersuchung selbst deshalb deutlich weniger belastend als befürchtet.

Die eigentliche Herausforderung: Die Vorbereitung

Wer Gastroenterologinnen und Gastroenterologen fragt, was Patientinnen und Patienten am unangenehmsten finden, erhält häufig dieselbe Antwort: die Darmvorbereitung.

Vor einer Darmspiegelung muss der Darm gründlich gereinigt werden. Dafür wird eine spezielle Lösung getrunken, die den Darm vollständig entleert.

Viele Patientinnen und Patienten empfinden diesen Teil der Untersuchung als den unangenehmsten Schritt.

Die gute Nachricht: Die Vorbereitung dauert nur kurze Zeit und ist notwendig, damit die Ärztin oder der Arzt die Darmschleimhaut optimal beurteilen kann.

Warum sich der Aufwand lohnt

Die Darmspiegelung gilt als die zuverlässigste Methode zur Darmkrebsvorsorge.

Während der Untersuchung können:

  • Darmpolypen erkannt werden
  • Vorstufen von Darmkrebs entfernt werden
  • Entzündungen festgestellt werden
  • Darmkrebs frühzeitig entdeckt werden

Dadurch dient die Untersuchung nicht nur der Früherkennung, sondern kann dazu beitragen, Darmkrebs zu verhindern.

Nicht von Ängsten abschrecken lassen

Viele Menschen schieben eine Darmspiegelung jahrelang vor sich her, weil sie Angst vor Schmerzen oder unangenehmen Erfahrungen haben.

Die Realität sieht heute meist anders aus: Dank moderner Technik und zeitgemässer Sedation erleben die meisten Patientinnen und Patienten die Untersuchung als unkompliziert und schmerzfrei.

Wer sich für die Vorsorge entscheidet, investiert in die eigene Gesundheit und stellt häufig fest, dass die Befürchtungen deutlich grösser waren als die Untersuchung selbst.

Fazit

Die moderne Darmspiegelung ist heute in den meisten Fällen schmerzfrei. Während früher unangenehme Erfahrungen durchaus vorkamen, profitieren Patientinnen und Patienten heute von modernen Geräten und einer wirksamen Sedation.

Das eigentliche «grosse Übel» bleibt für viele die Vorbereitung. Ist diese geschafft, wird die Untersuchung selbst meist als deutlich einfacher erlebt als erwartet.

Ich bin gerne für Sie da

Dr. med. univ. André Kugener

Facharzt Gastroenterologie FMH

Dr. med. univ. André Kugener stammt ursprünglich aus Luxemburg. Er studierte Humanmedizin an der Medizinischen Universität Innsbruck und schloss sein Studium 2004 mit der Promotion zum Dr. med. univ. ab. Bereits während seiner Studienzeit engagierte er sich in der medizinischen Forschung und beschäftigte sich im Rahmen seiner Dissertation mit Hirnfunktionsstörungen bei Leberzirrhose.

Nach seiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Allgemeinen Krankenhaus Wien absolvierte er seine Weiterbildung in der Schweiz. Er war unter anderem am Inselspital Bern, am Spital Aarberg, am Spital Langenthal, am Spital Thun sowie am Spital Tiefenau tätig. Am Spital Tiefenau wirkte er zunächst als Oberarzt und später als Leitender Arzt der Gastroenterologie.

2014 erlangte er den Facharzttitel für Allgemeine Innere Medizin, 2016 den Facharzttitel für Gastroenterologie. Von 2018 bis 2023 leitete er zudem die Gastroenterologie der Magendarm Praxis Münsingen innerhalb der Insel Gruppe.

Seit Januar 2024 ist Dr. med. univ. André Kugener Mitbegründer der Gastroenterologie VIVA AG und leitet die gastroenterologische Praxis im Ärztezentrum Ostermundigen. Dort bringt er seine langjährige Erfahrung und umfassende Expertise in die Betreuung seiner Patientinnen und Patienten ein.

Ärztezentrum Ostermundigen

Dr. med. André Kugener

Spezialisierung
Gastroenterologie und Hepatologie

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In seiner aktuellen Videoreihe erklärt Dr. André Kugener, Gastroenterologe im Ärztezentrum Ostermundigen, verständlich verschiedene Aspekte rund um Darmgesundheit, Risikofaktoren und Darmkrebsvorsorge.

Nachfolgend finden Sie eine Auswahl von Videos zum Thema:

 

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