Arthrose: mit Bewegung gegen den Schmerz
Bei einer Arthrose baut sich der Gelenkknorpel fortschreitend und irreparabel ab. Die Folge: Knochen reiben auf Knochen. Das führt zu Schmerzen und kann die Beweglichkeit stark einschränken. Arthrose wird durch Unfälle, angeborene Fehlstellungen, gelenkbetonte Sportarten und Berufe, Übergewicht sowie den natürlichen Alterungsprozess begünstigt und kommt im Knie- und Hüftgelenk besonders häufig vor.
Bewegung ist der Schlüssel
Bei arthrosebedingten Gelenkschmerzen nehmen Betroffene meist instinktiv eine Schonhaltung ein und reduzieren ihre Bewegungen. Ein Gelenk muss jedoch bewegt werden, um gesund zu bleiben, denn das fördert die Nährstoffzufuhr und sorgt dafür, dass das Gewebe erhalten und elastisch bleibt. Bei Arthrose ist Bewegung daher unabdingbar. Diese Erkenntnis hat sich auch in der Physiotherapie durchgesetzt: Programme wie GLA:D setzen nicht mehr auf passives Therapieren sondern aktives Mobilisieren. Kombiniert mit einer gelenkschonenden Lebensweise, der richtigen Medikation und weiterführenden Therapien kann das Fortschreiten der Arthrose verlangsamt werden.
Wenn operieren, dann richtig
Führen konservative Therapien nicht mehr zum gewünschten Erfolg, muss über eine Prothese nachgedacht werden. Nicht jede Schweizer Klinik bietet dasselbe Verfahren an. Ein gutes Prothetik-Programm informiert Betroffene eingehend vor dem Eingriff, garantiert eine gute Betreuung über den Klinikaufenthalt hinaus – und setzt auf Bewegung.
Wie viel ein spezialisiertes Prothetik-Programm zur Genesung beiträgt, beweist die Rosenklinik Rapperswil. 2022 führte die orthopädische Spezialklinik das Konzept agile+® ein. Dieses steht für eine patientenzentrierte Behandlung, die in allen Phasen der Genesung auf die Grundpfeiler Wissen, Bewegung und Betreuung zählt. Das Programm wurde von der Klinik basierend auf internationalen Studien und vergleichbaren Konzepten aus dem Ausland entwickelt. Operations- und Anästhesieverfahren wurden angepasst und Klinikprozesse darauf ausgerichtet. Ein Care Management funktioniert als Bindeglied zwischen Patient, Fachärzten, Physiotherapie und gegebenenfalls Spitex oder Rehaklinik. Es begleitet, betreut und ist die erste Anlaufstelle für den Patienten bei Unsicherheiten und Fragen.
Seit der Einführung im Sommer 2022 wurden in Rapperswil über 2’000 Operationen nach agile+® durchgeführt. Die durchschnittliche Klinikaufenthaltsdauer hat sich im schweizweiten Vergleich verkürzt. Darüber hinaus wird die Zufriedenheit der Patienten konsequent erfasst und für die Weiterentwicklung des Konzepts verwendet. Das Feedback ist äusserst positiv: «Unsere Patientinnen und Patienten schätzen die transparente Aufklärung und engmaschige Begleitung und Betreuung», sagt Nina Landheer vom Rosenklinik Care Management. Darüber hinaus seien sie oft überrascht, wie schnell sie nach dem Eingriff wieder gehen können. Solche Erfolge stärken das Vertrauen in den eigenen Körper.
Die Moral von der Geschichte? Egal, wie stark eine Arthrose ausgeprägt ist: Bewegung bleibt die wichtigste Medizin – sowohl konservativ als auch postoperativ.