Ein älterer Mann mit Makuladegeneration, der versucht zu lesen

Makuladegeneration

AMD verstehen, um der Erkrankung wirksamer vorzubeugen und sie besser zu behandeln. Unsere Informationsvideos und Erläuterungen begleiten Sie bei jedem Schritt.

  • Etwa jeder Dritte über 75 Jahre ist von AMD betroffen
  • Die häufigste Ursache für Sehbeeinträchtigungen bei Menschen über 50 in Industrieländern
  • Vier Informationsvideos verfügbar

Die beiden Formen der AMD

Die Makula ist der zentrale Teil der Netzhaut, der es uns ermöglicht, feine Details zu erkennen, zu lesen, Gesichter zu erkennen und Farben wahrzunehmen. AMD ist eine altersbedingte Erkrankung, die diesen Bereich allmählich schädigt und das zentrale Sehvermögen beeinträchtigt. Sie kann langsam fortschreiten (trockene oder atrophische Form) oder schneller, wobei sich unter der Netzhaut abnormale Blutgefässe bilden (feuchte oder neovaskuläre Form).

Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

Dieses Frühstadium ist durch das Vorhandensein gelblicher Ablagerungen, sogenannter Drusen, sowie durch Veränderungen in der tiefsten Schicht der Netzhaut und im Pigmentepithel gekennzeichnet, die mitunter ohne sichtbare Symptome auftreten. In diesem Stadium ist eine regelmässige Überwachung unerlässlich.

Atrophische (trockene) AMD

Die Photorezeptorzellen und die Zellen des Pigmentepithels der Makula bilden sich nach und nach zurück, was zu einer Ausdünnung der Netzhaut und einem langsamen, aber irreversiblen Verlust der Sehkraft führt.

Exsudative (feuchte) AMD

Neue, abnormale Blutgefässe, die von den unter der Makula liegenden Gefässen – der Aderhaut – ausgehen, durchdringen die Membran, die diese vom Pigmentepithel trennt, und treten unterhalb oder in die Netzhaut ein, was zu einem relativ schnellen, wenn auch selten plötzlichen Sehverlust führt.

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Risikofaktoren

  • Alter ≥ 50 Jahre: der Hauptrisikofaktor, wobei die Inzidenz mit zunehmendem Alter stark ansteigt
  • Genetik: AMD in der Familienanamnese und genetische Veranlagung
  • Rauchen: der wichtigste veränderbare Risikofaktor und ein Faktor für das Fortschreiten der Erkrankung
  • Herz-Kreislauf-Gesundheit: Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind mit einem erhöhten Risiko verbunden
  • Unausgewogene Ernährung: eine Ernährung mit geringem Gehalt an Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren

Symptome nach Stadium

Frühphase

Keine spürbaren Symptome im Alltag. Die ersten Veränderungen an der Netzhaut lassen sich meist erst bei einer Augenuntersuchung feststellen.

Zwischenstufe

Manchmal verschwommenes Sehen, der Bedarf an mehr Licht beim Lesen, Schwierigkeiten bei der Anpassung an gedämpftes Licht beim Lesen sowie Schwierigkeiten bei der Anpassung an schnelle Lichtveränderungen.

Fortgeschrittenes Stadium

Das Auftreten eines verschwommenen oder dunklen Flecks in der Mitte Ihres Sichtfeldes, Verzerrungen bei geraden Linien sowie Schwierigkeiten beim Lesen, Autofahren oder beim Erkennen von Gesichtern.

Behandlungen

Prävention

Ein gesunder Lebensstil kann dazu beitragen, das Risiko einer AMD zu senken: mit dem Rauchen aufhören, sich antioxidantienreich ernähren (Obst, Gemüse und Fisch), sich regelmässig körperlich betätigen, die Augen vor UV-Strahlung schützen und in manchen Fällen die von Ihrem Augenarzt empfohlenen Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.

Feuchte AMD – Anti-VEGF-Injektionen


In regelmässigen Abständen verabreichte intravitreale Injektionen hemmen das Wachstum und das Austreten von Flüssigkeit aus abnormen Blutgefäßen unter der Netzhaut und tragen so dazu bei, das Sehvermögen zu stabilisieren und in manchen Fällen sogar zu verbessern.

Trockene AMD – Behandlungen und Forschung


Einige neuere Behandlungsmethoden können das Fortschreiten der trockenen AMD verlangsamen, können jedoch das verlorene Sehvermögen nicht wiederherstellen. Die Forschung schreitet rasch voran und es werden neue Behandlungsansätze entwickelt – lassen Sie sich regelmässig von Ihrem Facharzt beraten.

Machen Sie sich Sorgen um Ihr Sehvermögen?

Je früher eine AMD erkannt wird, desto besser ist die Sehprognose. Warten Sie nicht, bis Symptome auftreten, bevor Sie einen Augenarzt aufsuchen.

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