AMD verstehen, um der Erkrankung wirksamer vorzubeugen und sie besser zu behandeln. Unsere Informationsvideos und Erläuterungen begleiten Sie bei jedem Schritt.
Die Makula ist der zentrale Teil der Netzhaut, der es uns ermöglicht, feine Details zu erkennen, zu lesen, Gesichter zu erkennen und Farben wahrzunehmen. AMD ist eine altersbedingte Erkrankung, die diesen Bereich allmählich schädigt und das zentrale Sehvermögen beeinträchtigt. Sie kann langsam fortschreiten (trockene oder atrophische Form) oder schneller, wobei sich unter der Netzhaut abnormale Blutgefässe bilden (feuchte oder neovaskuläre Form).
Dieses Frühstadium ist durch das Vorhandensein gelblicher Ablagerungen, sogenannter Drusen, sowie durch Veränderungen in der tiefsten Schicht der Netzhaut und im Pigmentepithel gekennzeichnet, die mitunter ohne sichtbare Symptome auftreten. In diesem Stadium ist eine regelmässige Überwachung unerlässlich.
Die Photorezeptorzellen und die Zellen des Pigmentepithels der Makula bilden sich nach und nach zurück, was zu einer Ausdünnung der Netzhaut und einem langsamen, aber irreversiblen Verlust der Sehkraft führt.
Neue, abnormale Blutgefässe, die von den unter der Makula liegenden Gefässen – der Aderhaut – ausgehen, durchdringen die Membran, die diese vom Pigmentepithel trennt, und treten unterhalb oder in die Netzhaut ein, was zu einem relativ schnellen, wenn auch selten plötzlichen Sehverlust führt.
Keine spürbaren Symptome im Alltag. Die ersten Veränderungen an der Netzhaut lassen sich meist erst bei einer Augenuntersuchung feststellen.
Manchmal verschwommenes Sehen, der Bedarf an mehr Licht beim Lesen, Schwierigkeiten bei der Anpassung an gedämpftes Licht beim Lesen sowie Schwierigkeiten bei der Anpassung an schnelle Lichtveränderungen.
Das Auftreten eines verschwommenen oder dunklen Flecks in der Mitte Ihres Sichtfeldes, Verzerrungen bei geraden Linien sowie Schwierigkeiten beim Lesen, Autofahren oder beim Erkennen von Gesichtern.
Ein gesunder Lebensstil kann dazu beitragen, das Risiko einer AMD zu senken: mit dem Rauchen aufhören, sich antioxidantienreich ernähren (Obst, Gemüse und Fisch), sich regelmässig körperlich betätigen, die Augen vor UV-Strahlung schützen und in manchen Fällen die von Ihrem Augenarzt empfohlenen Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.
In regelmässigen Abständen verabreichte intravitreale Injektionen hemmen das Wachstum und das Austreten von Flüssigkeit aus abnormen Blutgefäßen unter der Netzhaut und tragen so dazu bei, das Sehvermögen zu stabilisieren und in manchen Fällen sogar zu verbessern.
Einige neuere Behandlungsmethoden können das Fortschreiten der trockenen AMD verlangsamen, können jedoch das verlorene Sehvermögen nicht wiederherstellen. Die Forschung schreitet rasch voran und es werden neue Behandlungsansätze entwickelt – lassen Sie sich regelmässig von Ihrem Facharzt beraten.