Dieser Beitrag schliesst unsere Serie zur Internationalen Woche der Patientensicherheit 2026 zum Thema nichtübertragbare Krankheiten ab.
Integrierte Versorgung: ein Team, eine Akte, ein Ziel
Eine ganze Woche lang ging es um einzelne Bausteine sicherer Versorgung – Prävention, Begleitung, Ihre eigene Rolle und sichere Übergänge. Integrierte Versorgung ist das, was diese Bausteine zusammenhält.
In einem integrierten Versorgungsnetzwerk arbeiten Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt, Spezialistinnen und Spezialisten, Pflege und Klinik nicht nebeneinander, sondern miteinander – auf Basis einer gemeinsamen Patientenakte und mit einer festen Ansprechperson, die Sie über Ihren Behandlungsweg begleitet. So werden Informationsverluste an Übergängen vermieden, Doppeluntersuchungen reduziert und Ihre Ziele konsequent in den Mittelpunkt gestellt.
Bei Swiss Medical Network setzen wir dieses Prinzip mit VIVA um: einem Modell, das Vorsorge, Koordination und eine feste Betreuung verbindet – damit Ihre Behandlung nicht nur medizinisch richtig, sondern im Alltag verlässlich ist.
Sicher, koordiniert, gemeinsam – so wird aus vielen einzelnen Schritten eine Versorgung, die zusammenpasst.
Der Erfolg der Versorgung bei chronischen Erkrankungen hängt von der Leistungsfähigkeit und der Verfügbarkeit der Datenübermittlung für alle Akteure des Versorgungsnetzwerks ab.
Eine einheitliche Patientenakte und integrierte Informationssysteme ermöglichen jedem Beteiligten den Zugriff auf die wesentlichen Informationen.
Wichtige Datenarten, die ausgetauscht werden müssen:
Diese Kontinuität der Informationen trägt direkt zur Patientensicherheit bei, indem sie das Risiko von Fehlern, Doppelbehandlungen oder Lücken in der Nachsorge verringert. Vgl. die sicheren Übergaben von Tag 4.
Durch die Integration werden die Interessen der Leistungserbringer aufeinander abgestimmt, was eine kontinuierliche Verbesserung der Prozesse und den Abbau von Silos ermöglicht.
Die integrierte Versorgung ermöglicht es, den gesamten Behandlungsverlauf zu analysieren, um Ineffizienzen, Redundanzen und risikobehaftete Schritte zu identifizieren.
Durch die Vereinfachung der Prozesse und die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Fachkräften wird es möglich,
Dieser Ansatz der kontinuierlichen Verbesserung kommt sowohl den Patienten als auch den Fachkräften zugute.
Chronische Erkrankungen machen einen erheblichen Teil der Gesundheitsausgaben aus.
Das Ziel der integrierten Versorgung besteht nicht darin, die Versorgung zu reduzieren, sondern Ausgaben zu vermeiden, die dem Patienten keinen Nutzen bringen.
Das Kopfpauschalmodell fördert die Kostenkontrolle: Durch Prozessoptimierung und Koordination werden unnötige Ausgaben vermieden (Doppelarbeit, überflüssige Untersuchungen, vermeidbare Komplikationen).
Die erzielten Einsparungen werden an die Patienten weitergegeben, insbesondere in Form von niedrigeren Krankenkassenbeiträgen.
Patienten mit komplexen chronischen Erkrankungen, die das Gesundheitssystem intensiv in Anspruch nehmen, profitieren somit von einer Entlastung ihrer finanziellen Belastung.
Die integrierte Versorgung, insbesondere bei einer Finanzierung durch eine bevölkerungsbezogene Kopfpauschale, stellt ein fortschrittliches Gesundheitssystemmodell dar, das auf Patienten mit nicht übertragbaren Krankheiten ausgerichtet ist.
Informationen austauschen, Akteure koordinieren, Prozesse verbessern, Patienten einbeziehen und Ressourcen verantwortungsbewusst einsetzen: Das sind die Grundlagen einer sicheren und nachhaltigen Versorgung bei nicht übertragbaren Krankheiten.
Dieses Modell ermöglicht es gleichzeitig, die Versorgungsqualität und die Gesundheitsergebnisse (Outcomes) zu verbessern und gleichzeitig den Anstieg der Gesundheitskosten einzudämmen.