Je besser Sie Ihre Erkrankung verstehen, desto einfacher fällt es, Entscheidungen zu treffen und Veränderungen einzuordnen.
Beispiel: Fragen Sie nach, welche Faktoren Ihre Beschwerden verbessern oder verschlechtern können.
Dieser Beitrag ist Teil unserer Serie zur Internationalen Woche der Patientensicherheit 2026 zum Thema nichtübertragbare Krankheiten. Alle Beiträge der Woche finden Sie hier: Blog.
Aktiv an der eigenen Gesundheit mitzuwirken, beginnt oft mit kleinen Schritten im Alltag:
Die Forschung zum Selbstmanagement beschreibt verschiedene Bereiche, in denen Patientinnen und Patienten ihre Gesundheit aktiv beeinflussen können (Lorig & Holman, 2003):
Je besser Sie Ihre Erkrankung verstehen, desto einfacher fällt es, Entscheidungen zu treffen und Veränderungen einzuordnen.
Beispiel: Fragen Sie nach, welche Faktoren Ihre Beschwerden verbessern oder verschlechtern können.
Ihre persönlichen Ziele und Lebensumstände sind wichtig für die Behandlungsplanung.
Beispiel: Sprechen Sie an, was Ihnen besonders wichtig ist, etwa mehr Mobilität, weniger Schmerzen oder eine höhere Belastbarkeit im Alltag.
Veränderungen früh wahrzunehmen hilft dabei, gemeinsam mit dem Behandlungsteam rechtzeitig zu reagieren.
Beispiel: Notieren Sie Beschwerden, Schmerzen, Schlafqualität oder Ihre Energie im Alltag.
Gesundheit entsteht nicht nur in der Arztpraxis, sondern vor allem im Alltag.
Beispiel: Regelmässige Bewegung, ausreichend Schlaf, die Einnahme von Medikamenten wie vereinbart oder bewusst eingeplante Erholungsphasen können einen wichtigen Beitrag leisten.
Gute Entscheidungen entstehen durch ein gemeinsames Verständnis.
Beispiel: Fragen Sie sich und Ihr Behandlungsteam: Welche Möglichkeiten für Sie bestehen und ob es Vor- und Nachteile gibt sowie welche Option am besten zur persönlichen Situation passt.
Patient Empowerment bedeutet nicht, alles perfekt zu machen. Es bedeutet, sich Schritt für Schritt aktiv einzubringen und weiterzuentwickeln. Jede Frage, jede bewusste Entscheidung und jede gesundheitsfördernde Handlung kann dazu beitragen, die eigene Lebensqualität zu verbessern.
Stellen Sie sich doch im Alltag einmal folgende Frage:
«Was kann ich heute tun, um meine Gesundheit oder mein Wohlbefinden positiv zu beeinflussen? »
Oft sind es die kleinen, regelmässigen Schritte, die langfristig den grössten Unterschied machen.
Patient Empowerment ist ein zentraler Bestandteil moderner integrierter Versorgung. Behandlungserfolg entsteht nicht allein durch medizinische Leistungen, sondern durch das Zusammenspiel von Fachwissen, gemeinsamer Entscheidungsfindung und aktivem Selbstmanagement.
Patientinnen und Patienten sind ein wichtiger Teil des Behandlungsteams.
Doch selbst die beste Eigenverantwortung braucht ein System, das im richtigen Moment nicht wegschaut. Morgen, an Tag 4, geht es um Übergaben, den Moment, der oft über alles entscheidet.
Barlow, J., Wright, C., Sheasby, J., Turner, A., & Hainsworth, J. (2002). Self-management approaches for people with chronic conditions: A review. Patient Education and Counseling, 48(2), 177–187. https://doi.org/10.1016/S0738-3991(02)00032-0
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